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Arbeitsmarkt & Ausbildung Unentbehrlich und gebraucht: Altenpfleger

FOTO: INGO BARTUSSEK/FOTOLIA/RANDSTAD

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Damit verbunden wird auch die Nachfrage nach adäquater Pflege größer. Und die Anforderungen an die Pflegekräfte ebenfalls.

Die Arbeit in der Altenpflege war lange Zeit unterschätzt. Erst in den letzten Jahren hat sich der Eindruck dieses Berufsbildes gewandelt und ist in der Gesellschaft anerkannt und wertgeschätzt. Denn der Umgang mit alten und pflegebedürftigen Menschen erfordert nicht nur substanzielle Fachkenntnisse, sondern auch viel Empathie und persönlichen Einsatz.

Diese Eigenschaften müssen junge Menschen, die sich für den Beruf des Altenpflegers entscheiden, mitbringen. Für die fachlichen Grundkenntnisse, Fort- und Weiterbildungen sorgen die verschiedenen Ausbildungsstätten für Pflegeberufe. Auch in diesem Jahr haben wieder zahlreiche Absolventen ihre Ausbildung zum Altenpfleger oder Altenpflegehelfer bestanden.


Ausbildungschance in der Altenpflege(-hilfe) jetzt nutzen

Die Mitarbeiter des AWO Bildungszentrums Preetz beraten gerne persönlich bei der Planung der Ausbildung. FOTO: HFR
Die Mitarbeiter des AWO Bildungszentrums Preetz beraten gerne persönlich bei der Planung der Ausbildung. FOTO: HFR
Die Altenpflege ist einer der beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland, stellte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bereits 2016 fest. Dieser Trend hat sich fortgesetzt. Noch nie gab es so viele Altenpflegeschüler/-innen in Deutschland wie im Jahr 2017. Mit dem Gesetz über die Pflegeberufe (PflBG) wird sich die Pflegeausbildung ab 2020 grundsätzlich verändern. Man sollte also die Chance nutzen, im Trendberuf Altenpflege jetzt noch Fuß zu fassen, und sich bewerben.

Ein- und dreijährige Ausbildungen: Altenpflegehelfer/-innen und Altenpfleger/-innen
Die Ausbildungen an den Altenpflegeschulen beginnen in der Regel ab dem 1.10.2018, so auch am AWO Bildungszentrum Preetz. Die Schulen geben Auskunft, ob es noch frei Plätze gibt.


Ausbildungsverkürzung
Das neue Gesetz sieht keine Ausbildungsverkürzung aufgrund von Berufserfahrung vor. Daher sollten alle Pflegekräfte, die bislang ohne Ausbildung in der Altenhilfe arbeiten, eingehend mit den Einrichtungsleitungen gemeinsam prüfen, ob sie die verkürzte Altenpflegeausbildung noch in diesem Jahr aufnehmen können. Die Voraussetzungen erläutern die Altenpflegeschulen gerne.

Teilnahme an einer Externenprüfung
Haupt- und Realschüler, die mindestens drei Jahre mit mindestens 30 Stunden in der Altenhilfe gearbeitet haben, können derzeit noch als „Externe Prüflinge“ die Prüfung zum/zur Altenpflegehelfer/-in absolvieren, ohne selbst am Unterricht teilgenommen zu haben. Dies erfordert ein wenig Mut. Tatsächlich zeigen die Erfahrungen, dass eine langjährige Tätigkeit in der Altenhilfe zu einem umfangreichen Fachwissen führt. Mit dem Berufsabschluss Altenpflegehelfer/-in ist es wiederum möglich, die Ausbildung zum/zur Altenpfleger/-in zu verkürzen. Herr Lippes vom AWO Bildungszentrum Preetz berät dazu gerne ausführlich.

NEU: Altenpflegehelfer*innen und Altenpfleger*innen in Teilzeitausbildung
Am 1.10.2018 beginnt in Schleswig-Holstein am Bildungszentrum Preetz eine Teilzeitausbildung. Die Unterrichtszeit beträgt nur fünf Stunden täglich und ist so geplant, dass Mütter/Väter ihre Kinder morgens in den Kindergarten bringen und vor 14 Uhr wieder abholen können. Auch für Menschen mit sprachlichen Hürden aufgrund eines Migrationshintergrunds ist diese Form der Ausbildung besonders geeignet. Es bleibt mehr Zeit für den Spracherwerb bis zur Abschlussprüfung, nämlich fünf Jahre anstatt drei Jahre. Fünf Stunden Unterricht sind schlicht besser zu verkraften als acht Stunden Unterricht, wenn es sich nicht um die Muttersprache handelt oder die freie Zeit zum Lernen aufgrund der Kinderbetreuung stark eingeschränkt ist. Dieses Angebot einer Teilzeitausbildung in der Altenpflege ist aktuell einmalig in Schleswig-Holstein. Gerne beraten die Mitarbeiter/-innen des AWO Bildungszentrum Preetz persönlich oder die Personalverantwortlichen der Pflegeeinrichtungen bei der Planung der Ausbildung. Für Fragen oder zum Einreichen Ihrer Bewerbung erreichen Sie uns wie folgt:

AWO Schleswig-Holstein gGmbH
Bildungszentrum Preetz
Hinter dem Kirchhof 10
24211 Preetz
Ansprechpartnerin:
Maren Heimann
Tel. 04342/88 60 74


KURS AZ 31

Hintere Reihe, von links nach rechts:
Marc Max Bock, Martin Gundelach, Michaela Klempert, Swaantje Jana Jansen, Lisa-Marie Heuer, Jasmin Miklos, Kolja Sören Wichmann, Stephan Karsten-Thoms, Meryem Savas, Petra Kohberg

Vordere Reihe, von links nach rechts:

Gina Diana Wolff, Zelal Arslan, Samantha Köneking, Natascha Perez Andrades, Nurdan Otluoglu, Madeleine Franziska Pagel, Florian Pöhls, Mohamed Elkhbizi

Pflegeberufe wandeln sich

Studien besagen, dass im Jahr 2025 über 190.000 ausgebildete Pflegekräfte fehlen werden. Dabei mangelt es in Deutschland vor allem an Fachkräften in der Altenpflege. Laut Bundesgesundheitsministerium bleiben Stellenangebote für examinierte Altenpflegefachkräfte im Bundesdurchschnitt 167 Tage unbesetzt (Stand: Juni 2017). Bei den Fachkräften in der Gesundheits- und Krankenpflege gibt es regionale Unterschiede: Während es in Westdeutschland und Brandenburg eine deutliche Unterversorgung gibt, verzeichnen die meisten ostdeutschen Bundesländer „nur" Anzeichen für einen Fachkräfteengpass. Nun wurde eine Reform der Pflegeberufe auf den Weg gebracht. Die wichtigste Neuerung: „Die Ausbildung wird kostenfrei", berichtet Petra Timm von Randstad Deutschland. „Erst nach zwei Ausbildungsjahren mit gemeinsamen Lerninhalten können sich die Auszubildenden entscheiden, ob sie sich auf allgemeine Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren wollen". Die neuen Ausbildungsgänge zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann starten ab 2020. txn
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